Bindermichi

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The Gunman – Ah-ja… nett

By on 1. April 2015

Ein Action Film mit guter Besetzung… was kann da noch schiefgehen? hab ich gedacht.

Sean Penn (Milk, 21 GRamms, Mystic River), Jasmine Trinca, Javier Bardem (Skyfall, No Country for Old Men, Collateral), Ray Winstone (Noah, Beowulf, Departed, Henry VIII), Mark Rylance (Intimacy) und Idris Elba (Thor 1 & 2, Pacific Rim, Prometheus, The Losers) sollten mehr als ausreichen um einen guten, spannenden Film zu realisieren, wenn die Story stimmt.

Aber so richtig will das nicht funktionieren:

Spoilerzone

Die Geschichte mit dem verliebten Söldner, der plötzlich das Land verlassen muss und den seine Vergangenheit einholt (inklusive der Frau) ist langsam auch echt totgeritten. Und trotzdem versuchen die Filmstudios immer wieder das Zeug zu verkaufen.

Das Setup: Also dieser Martin Terrier (Sean Penn – Pun Intended… hoffe ich mal) ist in Annie verliebt, die als Ärztin im Kongo arbeitet. Felix (Javier Bardem) arbeitet mit Terrier und ist eifersüchtig auf Terrier und Annie. Terrier und Felix sind beide für eine private Sicherheitsfirma unterwegs, welche die Hilfsorganisationen beschützt und und nebenbei noch ein paar „Kleinaufträge“ abwickelt.

Am Ende eines solchen Auftrags muss Terrier plötzlich das Land verlassen und bittet Felix auf Annie aufzupassen. Wie das gute Freunde so machen.

Jahre später ist Terrier wieder im Kongo als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation, als seine plötzliche Abreise ihn, in Gestallt eines Killer Kommandos, wieder einholt. Nur gut, dass er sowas wie eine Ein-Man-Armee darstellt und sich so aus der brenzligen Situation retten kann.

Es beginnt der übliche Besuch bei alten Freunden, um herauszufinden, wer hinter dem plötzlichen Besuch steckt. Da Felix hier schon im Setup so schön als Rivale aufgebaut wurde, Ist Terrier auch ohne Beweise gleich davon überzeugt, dass nur er dahinter stecken kann.

Nebenbei lernen wir noch, dass regelmässiger Schusswaffengebrauch schlecht für die Birne ist und Terrier schon so stark im Kopf verkalkt ist, dass er öfter mal Schwindelanfälle, Gedächtnisverlust und wirklich schlimme Übelkeit verspürt. Ausserdem kann er nicht einmal das ihm zugeworfene Feuerzeug eines Freundes fangen. Dass jedenfalls erklärt den immensen Munitionsverbrauch und die miese Trefferrate im Verlauf des Films.

Komischerweise, spielt all das keine Rolle, wenn die Action Szenen beginnen. Da ist Terrier wieder die Ein-Man-Armee mit leichten Kratzern und Schnittwunden, die gar nicht so schlimm sind, ausser man gehört zu den Bösen. Für die ist sowas gleich tödlich, wie Männerschnupfen.

Dem Muster eines Tatort Films folgend ist der Bösewicht natürlich:

  • Der Butler, Gärtner, sonstige Hausangestellte
  • Der Bekannte Schauspieler, der am wenigsten zu sehen ist (In diesem Film Idris Elba mit weniger als 5 Minuten Screentime)
  • Der Typ von ganz am Anfang

PS: Der Trailer verrät es auch schon.

Am Ende sind alle Glücklich. Naja, jedenfalls Terrier und Annie. Und ehrlich gesagt ergibt dies in der gezeigten Schnittfolge nicht einmal Sinn. Denn zuerst sieht man Terrier in Handschellen auf einem Friedhof und erwartet seine Einreise in den Knast, und in der nächsten Szene steigt ehr frisch gewaschen, rasiert und völlig Staubfrei aus einem dreckigen Jeep im Nirgendwo in Afrika. Zumindest eine dieser Tatsachen ist absolut unmöglich.

Und jetzt?

Spart euch das Geld für die Kinovorstellung lieber für nächsten Monat auf. Da gibt es mit Avengers – Age of Ultron einen wohl auch nicht anspruchsvolleren, aber mit Sicherheit weniger langweiligen Film zu sehen.



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