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The Lego Movie – Alles Lego

By on 13. April 2014

Die Woche hatte ja gut angefangen. Seit Anfang des Jahres warte ich auf den Lego Movie und dann: zwei Nachmittagsvorstellungen und nur in Deutsch?

Ernsthaft? Ok, es ist ein „Lego“ Film, der ist bestimmt nur für Kinder.

Nachdem ich wohl nicht der einzige Kinogänger war, der nach Vorstellungen im Originalton verlangte, schliesslich gibt es in der Stadt mehr als genug englisch sprechende Expats, wurde am Donnerstag doch noch eine O-Ton Vorstellung am Tag nachgereicht.

Also machten wir uns auf die Suche nach „Dem Besonderen“, wie es die alte Prophezeihung verheissen hatte.

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Der Anfang des Film ist leicht zusammengefasst schon im Trailer gezeigt worden, und so richtig kommt man in den ersten 30 Minuten kaum aus dem Lachen heraus.

Zuerst der völlig absurde Tagesablauf der Lego Stadtbürger, dann ein absurdes Verhör und eine geniale Flucht/Verfolgungsjagd.

So richtig macht der Lego Movie auch keine Anstalten wirklich originelle Storyline aufzubauen. Stattdessen wird sich sehr gekonnt aus den generischen Mustern und Plotfragmenten aller Actionfilme der letzten 30 Jahre bedient.

All das mit einer dominaten Referenz auf The Matrix und Trueman Show bietet jede Menge Spielraum für Gags jeder Art.

Womit wir wieder bei der Annahme wären, es handle sich um einen Kinderfilm. So gerne diese auch mit Lego spielen. Bei all den Referenzen auf Filme, Comics, Lego Spielsets usw., die dem Zuschauen um die Augen und Ohren gehauen werden, werde die meisten unter 12 Jährigen den Witz nicht verstehen können. Alle anderen sich aber köstlich amüsieren.

NAch einer Stunde folgt die obligatorische Pause, und so richtig sind wir nicht auf dem Lachen heraus gekommen. Immer wieder finden die Macher neue Wege, bekannte Filmschemas auf absurde Weise in die Legowelt einfleissen zu lassen.

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Nachdem wir also gelernt haben, dass Batman in seiner Freizeit ein sehr nachdenklicher Komponist, sehr depressiver Musik und Fan von Soundanlagen ist… und nur machmal mit sehr sehr sehr dunklem grau arbeitet, geht es nach der Pause in die Vorbereitung zum finalem Showdown.

Mit Anleihen aus Transformers, und jeder Art von Bankraub- und Einbruchsfilmen inbegriffen geht es spannend und nicht ganz so humorvoll weiter. Immerhin muss Lord Business rechtzeitig davon abgehalten werden, die Welt am Taco Tuesday zu zerstören.

Wie das alles gelingt will ich jetzt mal nicht verraten.

Das Ende kann gerade noch so, über die Schlusspointe, vermeiden, dass es zu seicht gerät und mich am Ende doch noch den Film mit einem Faden Beigeschmack verlassen lässt.

Fazit: Must See für alle Lego Fans und jeden der schon einmal die kleinen Plastigsteine in der Kindheit zum Spielen gebraucht hat.

Sehr positiv fand ich, dass der Film es tatsächlich schafft, nicht eine Sekunde der Legowelt so aussehen zu lassen, als wäre auch nur 1 Teil, ausser den Relikten, nicht aus Lego gebaut worden. Das gilt selbst für den Abspann. Wo andere Filme auf schwarz blenden, laufen hier sämtliche Credits über Legoflächen.

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