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Bang & Olufsen Beolit 12 – Eine positive Überraschung

By on 27. Juli 2013

Bei kompakten Lautsprechern hört der Spass bei mir meist mit der ersten Hörprobe auf. Sie sind zu leise, haben kein Klangvolumen, es fehlen meist die Mitten oder noch schlimmer, die Bässe, klingen blechern oder nach dem Plastik, aus dem sie sind.

Bei meiner alten THX Anlage suchte ich wochenlang nach den passenden kompakten Boxen im Studioformat bis ich mich für ein Set von Infinity entschied.

Aber, die THX Anlage ist aufgrund ihres Alters und der notwendigen Kabelmassen Geschichte, aber ich brauche schon noch ein wenig Musik im und um die Wohnung. Also hatte ich die Idee, ein tragbares, Bluetooth- oder Wifi-Gerät zu beschaffen. Damit steigt die Anforderung an die verbauten Lautsprecher stark an. Kleine Bluetooth Boxen, wie die von Jabra, oder Logitech sind zwar nett, aber ausserhalb von geschlossenen Räumen kaum zu gebrauchen. Auch der Klang ist meist eher mässig.

Vor etwa einem Jahr stellte Bang & Olufsen die B&O Play Linie vor. Von Anfang an dabei der Beolit12, den ich mir damals schon kurz anschauen konnte. Zugegeben die 849 CHF (699 €), die B&O verlangen sind eine Menge Geld für einen tragbaren Lautsprecher.

bo_play_beolit12_02

Die Verarbeitung ist schon einmal über jeden Zweifel erhaben. Lediglich der Anschluss für das Netzkabel ist etwas fummelig konstruiert. Das Design erinnert an alte Kofferradios und treibt das Zitieren dieser Klassiker ins Extreme. Ein Touch der Moderne ist die rutschfeste Oberfläche der Ablagefläche und die integrierten Sensortasten. Aber all das fügt sich nahtlos in das Retro-Design ein. Ebenfalls sehr schön ist der lederne Trageriemen, welcher, über stilsicher gebrandete Knöpfe eingehängt, das Tragen erleichtert.

Aber Aussehen alleine macht kein gutes Soundsystem. Also Akku laden und testen! Damit sich der Beolit12 auch wie zuhause fühlt, muss ein kurzes Setup durchgeführt werden. Dazu lade ich die BEO Setup App auf mein iPhone. Über diese kann ich auf die Setuproutine jedes B&O Play Geräts zugreifen.

Gut, die Schritte sind leicht verständlich erklärt. Also einschalten, WIFI aktivieren, warten bis ein Ton erklingt, WIFI Taste halten bis sie grün blinkt… Moment. Wenn ich den Finger auf der Taste habe, kann ich die Farbe doch gar nicht sehen!?

Gut, irgendwann blinkt sie jedenfalls grün. Jetzt das iPhone mit dem Beolit WLAN verbinden. OK, jetzt taucht in der App ein Knopf für das Geräte Setup auf. Darüber kann ich mein Heim-WLAN auswählen, das Passwort eintragen und fertig. Ich bekomme zwar eine Fehlermeldung angezeigt, aber es funktioniert nun alles.

Musik vom iPhone einfach über Airplay abspielen, iTunes auf Airplay Lautsprecher senden geht auch.

Der Klang aber ist das, was überrascht. Im Laden konnte ich zwar schon zweimal mit Musik testen, aber Zuhause, mit der eigenen Musik, ist schon etwas anderes. Der Ton ist satt, der Bass wummert passend zur Musik, der Klang wird aus allen Ecken der Wohnung zurückgeworfen, und das in einer Qualität, die ich sonst nur von grösseren (und verkabelten) Boxen kannte. Vor allem mit entsprechendem Garage oder Drum & Bass werden hauptsächlich meine Augen gross, wenn der Boden zu vibrieren beginnt, obwohl der Kasten auf einem Tisch steht.

Lautstärke? Ja, also bei 50% ist es für den täglichen, In-Haus betrieb absolut ausreichend. Für draussen ist damit dann noch genügend Reserve vorhanden um lauter zu werden.

Mein Urteil soweit: Der Beolit12 bleibt hier… und nein, ausleihen werde ich den bestimmt nicht 🙂



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