Bindermichi

Photography, Cars & Technology

Angefahren: Škoda Octavia Combi RS 2.0 TSI

By on 2. August 2013

MOTOR
Hubraum (cm³) 1984
Maximale Leistung in kW (PS) 162 (220)
Maximales Drehmoment in Nm / m.kg 350
Kraftstoffart Super Plus (ROZ 98)
VERBRAUCH (l/100km)
innerorts (l/100km) 8.1
außerorts (l/100km) 5.4
kombiniert (l/100km) 6.4
CO²-Emission (g/km) 149
FAHRLEISTUNGEN
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 242
0-10 (Sek.) 6.8

Nachdem das mit dem Audi am Montag nicht geklappt hatte habe ich aber immerhin einen Termin mit Škoda vereinbaren können. Für mich war der neue Octavia RS aus ein paar Gründen sehr interessant:

  1. Es ist kein spiessiger Golf, aber technisch baugleich.
  2. Der Motor im RS ist der gleiche, wie im Golf GTI … aber der Octavia hat mehr Platz.
  3. Von aussen ist nur an den Logos vorne und Hinten zu erkennen, dass es ein RS ist.
  4. Er ist unglaublich Preiswert.

Also die paar Tage zum Termin noch mit dem Konfigurator verbringen und es ist fast unmöglich den Wagen über die 50’000 CHF zu bringen. Am Ende stellt sich nur noch die Frage Candy-Weiss oder Grau-Metallic. Wegen des Black Design Pakets dann doch eher Candy-Weiss mit dunklen Felgen.

Heute also die Probefahrt, und da ich mich in der Gegend nicht so toll auskannte, mit Begleitung. So kann ich mir wenigstens noch ein paar Dinge zum Auto erklären lassen.

Mein erster Eindruck: Sehr ruhig für einen sportlichen Wagen. Vom Hof rollen uns fast nichts vom Motor hören ist nicht was ich erwartet habe, aber es macht den Wagen gleich nochmal interessanter.

Die Lenkung läuft leicht und Zielsicher und den Wagen durch die enge Zufahrtsstrasse zu bewegen, ist kein Problem. Das 6-Gang DSG schaltet ruhig, und ist nur ganz leicht spürbar, wenn man sehr beherzt aufs Gaspedal drückt. Dann merkt man allerdings, mit leichter Verzögerung, die schlummernden 220 Pferde unter der Motorhaube.

Durch die Ortschaft zu gleiten macht Spass, denn das Fahrwerk ist ebenfalls komfortabler als erwartet ausgelegt, ohne dabei schwammig zu wirken. Kopfsteinpflaster höre ich zwar, aber es erzeugt keine unangenehmen Schwingungen in der Karosserie. Unebenheiten durch Baustellen sind leicht spürbar aber nicht störend. Alles in allem also sehr gut für Langstrecken geeignet. Auch hier ist vom Motor kaum etwas zu hören.

Auf die Autobahn, in der Auffahrt schon leicht beschleunigen macht dem Octavia noch keine Kopfschmerzen.  Beim Beschleunigen von 90 auf 120, muss ich wohl einen Motorradfahrer überrascht haben, der plötzlich deutlich langsamer auf der linken Spur fuhr und sich erst einmal für ein paar hundert Meter hinter mich setzte. Auch hier läuft alles sehr unspektakulär und ruhig ab. Und vom Motor ist immer noch kaum etwas zu hören, ebenso, wie von der Umgebung oder dem Wind.

So langsam wird mir der Octavia RS dann doch unheimlich. Für eine Sportversion ist der schon fast zu sehr Understatement, wenn selbst der Fahrer nicht ahnt, was er da durch die Landschaft bewegt.

Kleines Manko am DSG ist die fehlende Verzögerung. Wenn ich den Fuss vom Gas nehme rollt der Wagen unvermindert weiter. Verzögern kann ich nun entweder, indem ich wie ein Depp, alle paar Meter auf die Bremse trete, was nicht gut für den Verschleiss ist, oder über die Schaltwippen am Lenkrad die Gänge manuell nach unten schalte. Beim nächsten Stopp wechselt der Wagen wieder in den Automatik Modus, ebenso wenn eine Wippe lange gehalten wird.

Was in der Ausstattung fehlt ist ein Schienensystem, wie im Superb, Audi A4, A6 oder dem Passat. Aber so wichtig ist das nun auch nicht. Dafür bietet der Octavia genügend andere kleine Helferlein im Kofferraum.

Nur eine Sache fehlt dem Octavia RS wirklich: Der Allrad Antrieb. Den gibt es aktuell nicht mal gegen Aufpreis.



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