Bindermichi

Photography, Cars & Technology

Angefahren: Jaguar F-Type S

By on 30. Mai 2013

MOTOR
Hubraum (cm³) 2995
Maximale Leistung in kW (PS) 280 (380)
Maximales Drehmoment in Nm / m.kg 460
Kraftstoffart ROZ 95
VERBRAUCH (l/100km)
innerorts (l/100km) 12.8
außerorts (l/100km) 7.0
kombiniert (l/100km) 9.1
CO²-Emission (g/km) 213
FAHRLEISTUNGEN
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 275
0-10 (Sek.) 4.9

Wenn mich jemand fragt, ob ich eine Probefahrt mit dem angesagtesten Sportwagen des Jahres unternehmen will, sage ich natürlich: JA… wann gehts los?

Zur Auswahl standen die drei verfügbaren Modelle F-Type und F-Type S mit dem 3.0 Liter V6 und der F-Type V8 S mit 5 Litern Hubraum und satten 495 PS. Den 380 PS starken F-Type S hielt ich allerdings für… Praxistauglicher.

Warum den S? Jedenfalls nicht wegen der 40 Extra-PS. Als die Konfiguratoren in Deutschland verfügbar wurden hatte ich schnell festgestellt, dass es im S einige Optionen schon Serienmässig gab, die im Basismodell fehlten oder gegen ordentliche Aufpreise bestellbar waren. Somit ist der S aus meiner Sicht im Punkt Preis-Leistung die bessere Wahl.

Also los! Schnell noch die charmante Begleitung (Tourguide) auf dem Beifahrersitz platziert und die Sitze eingestellt. Nach einer kurzen Einweisung in die Bedienung konnte ich endlich auf den Startknopf drücken und mit einem tiefen Grollen sorgte die schlummernde Katze für die ersten interessierten Blicke.

Die Automatik auf ECO gestellt und durch die Zürcher Inenstadt in Richtung Autobahn. Hier machte sich der F-Type erstaunlich gut. Offenes Dach bei schönstem Wetter, der Motor schnurrt mit einem unaufdringlichen ton vor sich hin, die Lenkung ist bei diesn Geschwindigkeiten so leicht, das sie siche wunderbar mit einem Finger drehen lässt. Selbst das Fahrwerk schluckt sogar gröbere Unebenheiten als wären sie aus Luft.

Kurz vor der Schnellstrasse noch das Verdeckt geschlossen und … nichts. Nicht das kleinste Geräusch der Umgebung dringt in den Innenraum vor. Das kenne ich von grösseren Limousinen aber nicht von Cabrios und schon garnicht von Sportwagen.

Erst ein Druck auf die elektronische Lautstärkensteuerung der Abgasanlage zeigt, das es auch anders geht. Aber in der Stadt ist mit sowas einfach zu prollig. OK, Autobahnausfahrt, einmal wenden und das ganze nochmals mit offenem Dach. Ohne Windschott ist die Fahrt laut, aber nicht unangenehm zugig. Ganz im Gegenteil, stört mich ausschliesslich der Lärm bei 120 km/h… obwohl nein, es ist einfach nur unmöglich zu unterhalten, der satte Ton des Motors stört eigendlich nie.

Wieder runter von der Autobahn und auf die Überlandstrasse. Bis jetzt hatte ich zu keiner Zeit die Automatik bei der Gangwahl unterstützen müssen, alles lief unmerklich im Hintergrund. Bei Bergabfahrten in eine Ortschaft kann ich endlich mal die Schaltwippen und Motorbremse testen. Mit einem herrlichen Klang schaltet der Wagen leichtgängig einen Gang nach dem anderen herunter und nach wenigen sekunden ohne Schaltvorgang übernimmt die Automatik wieder ihren Dienst. Sehr gut gelöst. Alternativ lässt sich der Gangwahlhebel natürlich auch auf manuell stellen.

Zurück in der Stadt noch ein paar Baustellen umfahren und hoffen, noch vor dem Aufziehenden Gewitter am Ziel einzutreffen. Auch hier wieder keine Kritik am Fahrwerk.

Angekommen, Dach geschlossen und schon fallen die ersten Tropfen. Aber: Es hat sehr viel Spass gemacht.



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