Bindermichi

Photography, Cars & Technology

German Angst meets Null-Plan

FSK 18

By on 30. November 2010

Also, anders kann man das, was die Bananenregierung in letzter Zeit so beschließt und von sich gibt kaum noch beschreiben.

Da wird in aller Öffentlichkeit Panik vor Terrorangriffen geschürt, die alleine durch die Äußerungen von Medien und Maßnahmen von Polizei und Zoll überhaupt nicht mehr notwendig sind, da der Staat das terrorisieren freiwillig selbst in die Hand nimmt.

Es wird Monate lang gegen Googles StreetView agitiert. Dabei gibt es seit über zwei Jahren Deutsche Firmen, die exakt das gleiche im Netz zeigen: Nämlich die Straßenaufnahmen von mehreren deutschen Großstädten. Und nun stellen verwunderte Bewohner fest das anscheinend Hinz und Kunz Verfügungen zum löschen der eigenen Bilddaten stellen konnten. Mal ganz zu schweigen vom Wirtschaftlichen Schaden für Gewerbetreibende und Vermieter, wenn Ihre Adresse dort nicht mehr erkennbar sind. Denn ich als Mieter schaue mir die Häuser und Nachbarschaften von zukünftigen Wohnungen gerne an, bevor ich einziehe.

Nun also der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Ein sehr klobiges Wort für ein unmöglich umsetzbares Gesetz. Gut, eine Klassifizierung nach Alter sollte leicht in Artikel einzupflegen sein, aber Sendezeiten? Nach welcher Zeitzone?

Und das überprüfen des Alters? Das funktioniert schon bei den aktuellen Richtlinien so gut wie nicht. Es gibt zwar Portale, die zur Authentifizierung mittels Personalausweisnummer auffordern, aber mal ehrlich: Wer hat da schon mal eine echte Nummer eingetragen?

Nachrichtenseiten werde von dem ganzen Spaß ausgenommen. Warum eigentlich? Was hindert mich daran, mein Blog zukünftig einfach nach Nachrichtenmagazin zu bezeichnen?

Für Anbieter mit Nutzergenerierten Inhalten, und seien es auch nur Kommentare, kommen weitere Probleme auf. Diese müssen entweder redaktionell geprüft werden, oder das gesamte Angebot von vorne herein erst ab einer bestimmten Altersstufe freigegeben werden. Beides ist ausreichend um etliche Anbieter aus dem Geschäft und dem Land zu treiben. Denn gegenüber einem Anbieter aus dem Ausland ist der JMStV nicht durchsetzbar.

Also haben wir wieder einmal ein komplizierte, kaum durchsetzbares Gesetz erhalten, das nur eines bewirkt: Einen ganzen einheimischen Wirtschaftszweig zu schädigen und etliche Bürger zu Gesetzesbrechern zu machen.

Gute Nacht Bananenrepublik Deutschland

PS: Da ich meinen Wohnsitz noch vor dem 1. Januar verlegen werde und die Webseiten seit Jahren in Dänemark laufen betrifft mich dieser Blödsinn zum Glück nicht mehr.



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