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ePost – Die Zweite

Epost 2

By on 21. Juli 2010

Nein, das ist nicht mein zweiter Kommentar zum E-Postbrief, sondern nur ein Verweis darauf, dass die Deutsche Post vor fast exakt 10 Jahren mit einem Innovativen Konzept an die Öffentlichkeit trat und ankündigte, genau das zu machen, was es schon von Web.de oder GMX gab. kostenlose Email Adressen und eine Webbasierte Verwaltung eben jener. Der besondere Clou: Alle Accounts wurden vor der Freischaltung mittels PostIdent Verfahren verifiziert.

Wollte man also ein Postfach bei ePost erstellen, mussten die echten Personendaten eingetragen werden und man bekam einen Brief mit dem passenden Freischaltcode. Somit konnte der Empfänger also sicher sein, dass es die Person, die eine Email mit ePost geschrieben hat auch existiert.

Es gab auch praktische Features, wie das einbinden weiterer Email Accounts, anderer Anbieter in die Weboberfläche. Leider blieb wohl die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück, und gegen die Spamflut konnte auch nie wirklich erfolgreich vorgegangen werden. Und so wurde der Service nach kurzer Ankündigungszeit einfach so wieder eingestellt.

Jetzt kommt also ePost 2.0. Das Anmeldeverfahren ist das gleiche. Ich geben meinen Vor- und Zunamen in eine Maske ein und erhalte eine Email Adresse. Sogar die gleiche, wie vor 10 Jahren. Da bin ich ja mal gespannt, ob die immer noch auf den Spamlisten steht. Nach er Anmeldung erhalte ich einen Brief um mittels PostIdent Verfahren erneut meine Identität zu überprüfen.

Aber anders als im alten Angebot kann ich die Emails nicht an beliebige Adressen versenden. Elektronische Kommunikation gibt es nur von ePost zu ePost. Adressaten außerhalb des Systems werden mit ausgedruckten Emails in Briefform versorgt! Das ist dann wohl auch der Grund, warum die Post für diesen Service die gleichen Versandgebühren erhebt wie bei der normalen Briefpost.

Mit anderen Worten, es handelt sich um ein vollständig geschlossenes System. Damit kann die Post zwar relativ sicher sein, dass die Versender und Empfänger real sind, aber einen wirklichen Mehrwert für die Kunden sehe ich hier nicht. Im Prinzip wird hier lediglich versucht die letzten Strohhalme des einstigen Briefmonopols zu greifen um mit etwas Geld zu verdienen, das in den letzten 30 Jahren kostenlos war. Mit der elektronischen Nachricht.

Besonders interessant wird diese Strategie in Hinblick auf die DE-Mail, an der die Post bis vor kurzem auch noch beteiligt war. Auch hier wird ein Walled Garden aufgebaut innerhalb dessen die Nutzer fleißig, pseudosichere Emails, gegen Gebühr, hin und her schicken dürfen. Anders als das System der Post ist dieses aber BSI zertifiziert, lässt alternative Anbieter zu und ist vorgesehen, Rechtsverbindliche Kommunikation zu betreiben.

Ich bin ja mal gespannt, wie lange die Post es dieses mal aushält, bevor der Dienst wieder nach kurzer Ankündigungszeit eingestellt wird.



6 comments on “ePost – Die Zweite

  1. Wenn man keine Ahnung hat sollte man sich Informieren.

    E-Post und E-Mail sind zwei verschiedene Stiefel. Bei dem E-Post handelt es sich nicht um eine
    E-Mail, sondern um einen tatsächlichen Brief. dieser kann elektronisch, oder postalisch zugesandt werden. Selbstverständlich muss man sich via Postident legitimieren, nur so kann der Nutzer sicher sein das er auch mit der Person kommuniziert die er auch vorgibt zu sein. Was über E-Mail nicht so ist. über eine E-Mail kann ich mir eben nicht sicher sein ob das auch nur der liest, der die Mail bekommen soll.

    Der E-Postbrief wird mit 128 Mbits verschlüsselt, über ein zusätzliches Zertifikat kann der Nutzer noch einmal 128 Mbits darüber legen. Der Empfänger kann dann mit seinen Login Daten den verschlüselten Brief lesen.

    Um unbefugten keinen freien Nutzraum zu lassen, hat man zusätzlich noch die Handy TAN eingeführt. Kurz gesagt, man muss also Handy, Login Daten, und Passwort auf den Tisch vergessen damit einer Unfug treiben kann. So doof wird ja keiner sein.

    Du solltest dich über ein Produkt richtig informieren, und nicht wahllos etwas dazu erfinden. geh doch mal auf http://www.epost.de

    viel Spaß.

  2. Wenn man keine Ahnung hat sollte man sich Informieren.

    E-Post und E-Mail sind zwei verschiedene Stiefel. Bei dem E-Post handelt es sich nicht um eine
    E-Mail, sondern um einen tatsächlichen Brief. dieser kann elektronisch, oder postalisch zugesandt werden. Selbstverständlich muss man sich via Postident legitimieren, nur so kann der Nutzer sicher sein das er auch mit der Person kommuniziert die er auch vorgibt zu sein. Was über E-Mail nicht so ist. über eine E-Mail kann ich mir eben nicht sicher sein ob das auch nur der liest, der die Mail bekommen soll.

    Der E-Postbrief wird mit 128 Mbits verschlüsselt, über ein zusätzliches Zertifikat kann der Nutzer noch einmal 128 Mbits darüber legen. Der Empfänger kann dann mit seinen Login Daten den verschlüselten Brief lesen.

    Um unbefugten keinen freien Nutzraum zu lassen, hat man zusätzlich noch die Handy TAN eingeführt. Kurz gesagt, man muss also Handy, Login Daten, und Passwort auf den Tisch vergessen damit einer Unfug treiben kann. So doof wird ja keiner sein.

    Du solltest dich über ein Produkt richtig informieren, und nicht wahllos etwas dazu erfinden. geh doch mal auf http://www.epost.de

    viel Spaß.

  3. Auszug Wikipedia: „Die (auch das) E-Mail [ˈiːmeɪl] (kurz Mail, von englisch electronic mail: „elektronische Post“ oder „elektronischer Brief“), manchmal als E-Post oder E-Brief bezeichnet, selten auch Blitzbrief, ist eine auf elektronischem Weg in Computernetzwerken übertragene, briefartige Nachricht. [..]“.

    Wie nennt man einen Brief, der elektronisch übermittelt wird? Tadaaa … E-Mail. Wie die Verschlüsselung, die Authentifizierung, die Farbe oder der Duft dieser elektronischen Schnipsel aussieht, riecht oder anderweitig präsent ist, ist egal.

    Das man das ganze zusätzlich auch noch via Schneckenpost in der realen Welt verschicken kann, macht die technische Definition des elektronisch hinterlegten Briefverkehrs dennoch nicht zu etwas „besonderem“.

    P.S. Bzgl. wenn man keine Ahnung hat … gebt euren Mitarbeitern mal einen PC-Grundkurs, damit solche kleinen Fehlerchen wie Bit und MBit nicht für globalen Aufruf sorgen. 😉

  4. Auszug Wikipedia: „Die (auch das) E-Mail [ˈiːmeɪl] (kurz Mail, von englisch electronic mail: „elektronische Post“ oder „elektronischer Brief“), manchmal als E-Post oder E-Brief bezeichnet, selten auch Blitzbrief, ist eine auf elektronischem Weg in Computernetzwerken übertragene, briefartige Nachricht. [..]“.

    Wie nennt man einen Brief, der elektronisch übermittelt wird? Tadaaa … E-Mail. Wie die Verschlüsselung, die Authentifizierung, die Farbe oder der Duft dieser elektronischen Schnipsel aussieht, riecht oder anderweitig präsent ist, ist egal.

    Das man das ganze zusätzlich auch noch via Schneckenpost in der realen Welt verschicken kann, macht die technische Definition des elektronisch hinterlegten Briefverkehrs dennoch nicht zu etwas „besonderem“.

    P.S. Bzgl. wenn man keine Ahnung hat … gebt euren Mitarbeitern mal einen PC-Grundkurs, damit solche kleinen Fehlerchen wie Bit und MBit nicht für globalen Aufruf sorgen. 😉

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