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Peugeot 207 Filou 1.4 75

Peugeot 207

By on 23. August 2009

MOTOR
Hubraum (cm³) 1397
Maximale Leistung in kW (PS) 70 (95)
Maximales Drehmoment in Nm / m.kg k.a.
Kraftstoffart ROZ 95
VERBRAUCH (l/100km)
innerorts (l/100km) 8,7
außerorts (l/100km) 5,0
kombiniert (l/100km) 6,4
CO²-Emission (g/km) 147
FAHRLEISTUNGEN
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 167
0-10 (Sek.) 14,4

Mit Blick auf die oben stehende Tabelle fange ich mal mit den wesentlichen Punkten an. Einen Verbrauch von unter 8 l/100km habe ich in den drei Wochen, die ich nun mit dem Peugeot 207 unterwegs war nie gesehen. Auf der Autobahn darf es ab ca. 120 km/h auch gerne mal mehr als 10 l/100km sein. Gut, es kann sein, dass der Wagen noch nicht vollständig eingefahren ist. Schließlich habe ich ihn erst mit 1039 km auf der Uhr übernommen. Aber inzwischen hat sich diese Zahl verdoppelt und der Verbrauch sich in keinster Weise geändert.

Der Motor wirkt dabei trotzdem nie wirklich überzeugend und selbst gegenüber dem schwächeren Aggregat aus dem Peugeot 107 deutlich unterlegen. Das kann nicht ausschließlich am höheren Fahrzeuggewicht liegen, immerhin steht dem Motor ein guter halber Liter mehr an Hubraum zur Verfügung. Was der Leistungsentfaltung allerdings nicht zu helfen scheint. Bei spätestens 165km/h ist Schluss mit der Beschleunigung, sagen jedenfalls die Anzeigen. Die Handschaltung hilft hier dem Fahrvergnügen auch nicht viel weiter. Die gefühlten 1,5m Schaltweg des 5-Gang Getriebes sind einfach zu viel für ein modernes Auto. Die Gänge lassen sich zwar sehr genau einlegen, aber durch die langen Wege fällt der Anschluss in den nächsten Gang sehr ruppig aus.

Der Fahrkomfort bleibt dabei erfreulich angenehm, was auch mittlere Strecken durchaus erträglich macht. Die Sitze sind bequem und lediglich die Sitzposition will mir einfach nicht gefallen. Egal wie ich Sitz und Lenkrad einstelle es erscheint mir immer unangenehm. In der letzten Woche begann dann auch noch die Verstellbare Führung des Sicherheitsgurtes zu knirschen, was durch die Position neben meinem linken Ohr die Fahr nicht angenehmer macht. Der “manuelle” Außenspiegel auf der Beifahrerseite verstellte sich während der Fahrt und beim Tanken musste ich feststellen, dass man den Fahrzeugschlüssel nicht vom Verschluss trennen kann, sobald dieser geöffnet ist. Was an sich nach einer guten Idee klingt stellte sich nach anbringen des Tankrüssels als Problem heraus, da ich nun den Verschluss nicht mehr an dem, dafür vorgesehenen, Haken befestigen konnte. Da stand ich nun also mit Schlüssel und Deckel in der Hand, und wartete auf das Ende der Betankung. Klasse!

Aber das mit den Ablagemöglichkeiten ist im 207 eh so eine Sache. Es gibt die Ablagen in den vorderen Türen und ein Handschuhfach. Wenn man sich mit dem kleinen Radio begnügt, springt noch eine Mulde in der zweiten DIN-Schacht Abdeckung heraus. Das war es schon. Überhaupt ist die Empfangsqualität des Radios trotz Dachantenne nicht sehr beindruckend. Ich hatte selten einen so schlechten 1Live Empfang, mitten in Köln.

Ganz im Gegensatz zum bisher genannten erschließen sich die Stärken des Wagens hauptsächlich in der Stadt. Einparken ist durch die gute Übersicht und den Rangiermodus der Servolenkung ein Kinderspiel. Die großen Türen bieten einen leichten Einstieg vorne und hinten und der Kofferraum lässt sich recht leicht beladen. Leider reicht das nicht wirklich aus um über die zahlreichen Detailprobleme hinweg zu sehen. Immerhin verlangt Peugeot einen Basispreis von 12.100€ für das Einstiegsmodell 207 Filou und mir wäre er das bei weitem nicht wert.



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