Bindermichi

Photography, Cars & Technology

Meine Meinung zu – Need For Speed Shift

Need For Speed - Shift

By on 5. März 2009

Nachdem die letzten NFS Titel, für die meisten Spieler, eine mehr oder weniger große Enttäuschung waren, wurde für die Entwicklung der neuesten Version die Slightly Mad Studios beauftragt. Da diese vor allem durch das hervorragende GTR bekannt sind liegt der Fokus bei NFS Shift weniger auf einem grandiosen Arcade Racer als mehr einer verdummten Rennsimulation.

Die Rennen werden mit echten Rennwagen auf verschiedenen Rennstrecken (Teilweise Originale) ausgetragen. Alle Fahrzeuge verhalten sich entsprechend zu Ihren Vorbildern, wenn auch nicht ganz so anspruchsvoll wie in GranTurismo, es solle jede Menge einstellungsmöglichkeiten für das Setup der Wagen und einen Karrieremodus wie in Race Driver geben.

Wie man an den Screenshots soweit erkennen kann, wird an der grafischen Präsentation nicht all zu viel auszusetzen sein. Beim Spielprinzip bin ich mir da nicht ganz so sicher. Was bisher zu lesen war klingt nach einer bunten Mischung aus GT, GTR, Project Gotham und Race Driver.

Das klingt insgesamt zwar nicht schlecht, passt meiner Meinung nach aber nicht zur Need For Speed Marke.

Die bisherigen Versuche mehr Realismus in ein Need For Speed Spiel zu bringen sind immer an technischen oder spielerischen Unzulänglichkeiten gescheitert.

Need For Speed 4 führte ein Schadensmodell ein, mit dem man seinen Wagen bereits durch leichte Unachtsamkeiten oder die grauenhafte Fahrphysik komplett zerlegen konnte.

ProStreet führte zurück zu den aus Teil 1-3 bekannten Rundstrecken, kombinierte das aber mit einer aufgesetzten Street Racing Liga und mäßigem Fahrspaß.

Ein anderer Punkt ist der angepeilte Markt. Reine Rennsimulatoren sind bisher nur auf dem PC wirklich fahrbar. Der größte Verkaufsanteil bei Need For Speed liegt inzwischen aber bei den Spielekonsolen. Also muss das Spiel auch mit einem Game Controller beherrschbar bleiben, was zwangläufig zu einer vereinfachten Fahrphysik und Steuerung führen muss.

Die bisherigen Kommentare der Entwickler deuten dies auch schon an. Die Steuerung soll nicht ganz so anspruchsvoll wie in GranTurismo sein, aber trotzdem noch fordernd. Was genau das auch immer heißen soll.

So seh ich mich über all die angekündigten Veränderungen auch freue, ist mir immer noch nicht ganz klar, was das alles noch mit Need For Speed zu tun hat.

NFS definierte sich für mich am Anfang als TestDrive in schön. Also fährt man dort auf öffentlichen Straßen mit Verkehr und Polizei gegen andere Fahrer. Schadensmodell und Bremse gibt es nicht und die Straßenbegrenzung/Bande zählt zur Streckenführung.

Auch wenn der Verkehr auf den Straßen ab Teil 4 deutlich nachgelassen hat verstieß bishseit dem nur ein Spiel gegen diese Regeln, und das war ProStreet.

Mit dem Schritt zum reinen Rennstrecken Spiel gibt es plötzlich jede Menge neue, und richtig gute Konkurrenz. Das Entwicklungsstudio hat bereits bewiesen, das es in diesem Feld sehr gut mithalten kann, aber ist es wirklich noch ein Need For Speed?



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