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60 Jahre Bundestag

Blah blah

By on 7. September 2009

Schön wars früher, und so einfach. Egal wen man wählte, die FDP gab es kostenlos dazu. Naja, bis auf dieses eine mal, als es dann doch nur für eine “große” Koalition reichte. Dann kamen die Grünen und jeder wusste, das man mit denen auf garkeinen Fall eine Regierung bilden würde. Naja, bis man es dann doch mal versucht hat. Nach der Wende kam dann noch die PDS, mit der auch niemand etwas zu tun haben wollte. Naja, bis auf diese abtrünnigen SPD Mitglieder und ihrer neuen Linkspartei.

Die haben sich dann sogar noch zusammengeschlossen und heißen jetzt einfach “die Linke”. Und der Oskar, der spielt da jetzt den Obermacker, weil der das so gerne macht. Und weil der das auch so gut kann, laufen der SPD jetzt die Wähler weg. Ganz schön link, sowas.

Diesen Monat sind mal wieder Wahlen. Da entscheiden die Parteien, mit wem sie in den nächsten vier Jahren zusammen arbeiten wollen. Jedenfalls, bis sich der Wähler mal wieder anders entschieden hat. Der Münte sagt: Merkel muss weg, mit Oskar will ich aber nicht. Die Merkel sagt: das sie nen tollen Job gemacht hat und “der Wähler” sie toll findet. Der Guido sagt: das er nur mit der Merkel will. Die Grünen wollen zwar mit Münte und Frank, sind sich aber noch nicht so ganz sicher. Der Oskar sagt alles mögliche und wird sowieso nix davon je halten. Aber das werden die andern ja auch nicht.

Fällt also garnicht auf.

Ich sag: So richtig will ich keinen von denen. Hab aber keine Wahl, auch wenn das so heißt. Eine oder zwei von den Lufterhitzern muss ich mir wohl aussuchen. Aber wie?

Optisch gibt es bei den Parteien nur die Bruchware aus dem 1-Euro-Markt. Also scheidet das Kriterium mal aus. auch die fachlichen Kompetenzen glänzen bei fast allen wählbaren Alternativen durch Abwesenheit. Oder glaubt hier noch jemand, dass Politiker wirklich wissen, was sie da tun? Ja? Aha… kleiner Hinweis: Der letzte Finanzminister was Geografie Lehrer und der v.z. Guttenberg kannte Wirtschaft vor seinem neuen Job nur mit Theke!

Nehmen wir doch mal die Themen. Gut, da uns keine der Parteien sagt, was sie eigentlich will (mal außer gewählt werden), wird das schwierig.

Aber Die SPD will Vollbeschäftigung bis 2020. Klingt gut, bis man mal sieht was die SPD alles bis 2020 erreicht haben will, und feststellt, das es “Vollbeschäftigung” hier zuletzt vor über 30 Jahren gab. Mir fällt dabei dann noch auf, das wir die SPD aber nur bis 2013 wählen können. Da fehlen mir dann aber noch 7 Jahre!

Die Linke will zum einen “Reichtum für alle” damit sie dann “Reiche stärker besteuern” kann. Das macht auch Sinn. Wenn wir alle mehr Geld in der Tasche haben, können wir uns die höheren Steuern auch locker leisten! Ich kenne da allerdings so ein paar Volkswirte, die in diesem Punkt anderer Meinung sein könnten, denn der “Reichtum” muss ja schließlich von irgendwo her kommen, was in der Regel dann eine Preissteigerung zur Folge hat um das mehr an Vermögen mit dem gleichbleibendem Angebot auszugleichen, was dann durch höhere Steuern zu einer Netto-Mehrbelastung führt. Also im Prinzip eine 500€ Gehaltserhöhung nach der man 100€ weniger Netto ausbezahlt bekommt. Tolle Idee!

Die FDP will all das, an Überwachungsgesetzen, was das Verfassungsgericht in den letzten Jahren schon einmal abgelehnt hatte wieder einführen, die Gesetzliche Krankenversicherung abschaffen und noch so ein paar, “Marktfreundliche” Dinge, bei denen ich mich ernsthaft frage, ob das Urlaubshotel, in dem diese Partei in den letzten Jahren residiert hat noch frei ist. Mal so richtig entspannen, ohne ständig all die schrecklichen Nachrichten aus diesem Proletenkasten und der Hetzpresse mitzubekommen… das muss traumhaft sein.

Die Grünen meinen immer noch, sie würden für Ökologische Politik stehen. Dabei werden wegen der tollen Idee mit dem Biosprit ganze Landstriche in Palmöl Plantagen umgewandelt, die ansässigen Bauern enteignet und das alles nur, damit so ein paar Ökofaschisten ruhiger schlafen können, weil ihr Auto jetzt CO2 neutral fährt. Das diese Rechnung nicht mal im Ansatz aufgehen kann kommt allerdings keinem in den Sinn, denn die Pflanzen müssen bewässert und gedüngt werden, die Ölpressen laufen mit “normalem” Diesel und die Öltanker fahren auch nicht ökologischer als vorher. Zusätzlich werden Ackerflächen jetzt für die Treibstoff statt für die Nahrungsmittelproduktion verwendet und nach ein paar Jahren sind die Böden völlig ausgelaugt und es wächst erst einmal garnichts mehr dort. Diese Partei erinnert mich immer mehr an das BIO Siegel im Supermarkt. Das gleiche Produkt für 1€ mehr.

Und die CDU? Die behauptet, sie hätte einen guten Job gemacht und will deshalb genau so weitermachen wie bisher. Nur halt diesmal ohne die SPD. nur frage ich mich wer da den guten Job gemacht haben soll? Das Wirtschaftsministerium war die meiste Zeit unbesetzt. Ich glaub jedenfalls mal nicht, dass der Klos da was gemacht hat. Und seit der v.z. Guttenberg da das Sagen hat läuft alles drunter und drüber. Berater hier, Opel da und General Motors spielt jetzt auch nicht mehr mit. Hätte man sich ja gleich denken können, dass man auch einen Plan B gebrauchen könnte! Die Familienministerin wäre viel lieber Justizministerin, aber der Job war schon an die Zypris, von der SPD, vergeben. Ach egal, mach ich mir trotzdem lustige Gesetze und lächle supernett dazu. Merkt schon keiner, und wenn es mal schief geht war es ja auch nicht mein Resort. Das Verteidigungsministerium beschäftigt sich hauptsächlich mit Selbstverteidigung statt der Bundeswehr mal ausreichend Material und Personal zur Verfügung zu stellen. und vom Rest bekommt man nur was mit, wenn mal wieder Sommerpause ist oder jemand unter 20 Amok läuft. Anscheinend fühlt sich einfach nur keiner für Amokläufer über 20 zuständig.

Noch zwei Wochen bis zu Wahl. Na prost Mahlzeit und gute Nacht, Bananenrepublik Deutschland.



7 comments on “60 Jahre Bundestag

    1. Wenn man etwas erst mit EU Subventionen fördert und dagegen ist, sobald es schlechte Presse gibt, spricht das allerdings auch nicht für eine Gruppierung. Die tolle Alternative „Jatropha“ ist da allerdings auch kein Stück besser.

      Nein, die Piraten hab ich nicht vergessen, aber bisher gibt es ja auch noch nichts was diese so richtig verbockt haben, ausser fragwürdige neue Mitglieder aufzunehmen seltsame Entscheidungen über Postenvergabe und mäßige Pressearbeit.

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  2. Wenn man etwas erst mit EU Subventionen fördert und dagegen ist, sobald es schlechte Presse gibt, spricht das allerdings auch nicht für eine Gruppierung. Die tolle Alternative „Jatropha“ ist da allerdings auch kein Stück besser.Nein, die Piraten hab ich nicht vergessen, aber bisher gibt es ja auch noch nichts was diese so richtig verbockt haben, ausser fragwürdige neue Mitglieder aufzunehmen seltsame Entscheidungen über Postenvergabe und mäßige Pressearbeit.

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