Bindermichi

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Renault Megane Grandtour Avantage 1.6

By on 6. Juli 2008

MOTOR  
Hubraum (cm³) 1598
Maximale Leistung in kW (PS) 82 (112)
Maximales Drehmoment in Nm / m.kg 151
Kraftstoffart Super (ROZ 95/98)
VERBRAUCH 80/1268/EG  
innerorts (l/100km) 9,3
außerorts (l/100km) 5,7
kombiniert (l/100km) 7,0
CO²-Emission (g/km) 166
FAHRLEISTUNGEN  
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 190
0-100 km/h (s) 11,3

Von denen hatte ich jetzt schon zwei. Insgesamt „durfte“ ich 4200 km mit dem Renault Megane verbringen.

Mein hauptsächliches Einsatzgebiet war die Autobahn, und hier fällt sehr schnell auf, an was es dem kleinen Benziner fehlt. Drehmoment. Gegen die Massen der Turbogetriebenen Dieseln auf der Autobahn hat man mit diesem Motor einen schlechten Stand, sobald es ans Überholen geht oder man in irgendeiner Weise wieder beschleunigen muss.

Das fängt schon bei der Auffahrt an. Ich komme im dritten oder vierten Gang mit ca. 60km/h zur Beschleunigungsspur und gebe Vollgas. Am Ende der Auffahrt zeigt der Tachometer gerade einmal 95 km/h an. Wenn jetzt kein LKW in der nähe ist, kann es gefährlich werden, wenn von hinten ein schnellerer Verkehrsteilnehmer angefahren kommt.

Ab ca. 120 km/h wird es im Innenraum sehr laut. Gut, dass das Radio die Lautstärke ein wenig dem Geräuschpegel des Wagens anpasst. Das kann man in Prinzip zwar auch von der Ansage des Navigationssystems sagen, nur empfinde ich die Stimme immer als entweder zu laut oder zu leise. Womit wir schon beim nächsten Kritikpunkt wären. Das eingebaute GPS (Carminat 1, kostet 1100€ Aufpreis), hat sich während der gesamten Mietdauer auf 8 verschiedenen Routen 5 mal verfahren oder den Zielort nicht finden können. Am besten fand ich persönlich einen Tag in Düsseldorf. Zuerst bricht die Navigation mitten in der Stadt, ca. 1,5 km vor dem Ziel ab, das andere Mal werde ich in die völlig falsche Richtung geschickt, was ohne Kartenbildschirm nicht zu erkennen war.

Aber kommen wir zurück zum Fahrkomfort. Meine bisherigen Erfahrung mit französischen Fahrzeugen in diesem Bereich waren recht positiv, was sich in diesem Wagen allerdings nicht wirklich fortsetzen ließ.

Ab 90 km/h fängt das Lenkrad an sehr stark zu vibrieren (Bei höherer Geschwindigkeit sogar mit bloßem Auge sichtbar). Ich weiß Der Megane ist ein Fronttriebler, da kommt sowas vor. Wenn einem dabei nach ca. 20 km die Hände und Arme leicht taub werden finde ich das allerdings weder „normal“ noch besonders komfortabel. Da dies bei beiden Wagen der Fall war stufe ich das Phänomen als Typisch für die Serie ein. Generell verleiht mir die Lenkung bei keiner Geschwindigkeit ein Gefühl der Kontrolle. Bei der Durchfahrt einer Autobahn Baustelle war ein Teil des Belag aufgequollen und sehr wellig. Aus der Rückmeldung der Lenkung war weder erkennbar ob ich einen Plattfuß hatte, der Belag uneben ist oder ich mich auf Schmierseife befand.

Ähnliches gilt für die manuelle Schaltung. Auch hier gibt es kaum Rückmeldung von der Schaltkulisse. Mit ist es mehrfach passiert, dass ich anfahren wollte und der Gang nicht vollständig eingelegt war, aber der Hebel eingerastet war. Beim einkuppeln ist der dann wieder heraus gedrückt worden. Toll. Während der Fahrt war das Bild dann genau umgekehrt, die Gänge mussten teilweise mit Schwung und kraft richtig in die einzelnen Positionen gerammt werden, um sicher zu gehen, das sie auch dort blieben.

In den letzten beiden Wochen mit Wagen Nummer 2 fing auch noch das Radio an unmotiviert den Sender zu wechseln, sobald man an den Lautstärkenregler kam.

Positiv aufgefallen war mir auf jeden Fall die gute Rundumsicht und der Serienmäßige Lichtassistent. Der durchschnittliche Verbrauch lag mit 8,5l auf 100 km nur wenig über der Werksangabe von 7l. Der Preis von etwas mehr als 20.000€ klingt auf den ersten Blick fair, aber für den gebotenen Gegenwert gibt es günstigere Angebote von der Konkurrenz.



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