Bindermichi

Photography, Cars & Technology

KIA cee’d 1.4 CVVT

By on 22. Oktober 2008

 

MOTOR  
Hubraum (cm³) 1396
Maximale Leistung in kW (PS) 80 (109)
Maximales Drehmoment in Nm / m.kg 137
Kraftstoffart ROZ 95
VERBRAUCH 80/1268/EG  
innerorts (l/100km) 7,6
außerorts (l/100km) 5,2
kombiniert (l/100km) 6,1
CO²-Emission (g/km) 145
FAHRLEISTUNGEN  
Höchstgeschwindigkeit (km/h)
0-10

Mit KIA und Hyundai verbinde ich in der Regel eher die finanzgeplagten Familien und Rentner. Beides Gruppen, die mich in der Vergangenheit des öfteren durch Ihre eigenwilligen Überholmanöver auf der Autobahn umbringen wollten.

Mit dem KIA cee’d und dem Hyundai i30 sollte sich unter anderem auch das eher durchschnittliche Image koreanischer Autos in Europa ändern.

Beide werden in Tschechien gebaut und seit etwas über einer Woche “darf” ich einen KIA cee’d ausgiebig fahren.

Womit wir schon bei der ersten Überraschung währen, denn fahren kann der cee’d trotz kleinerem Motor besser als sein Vorgänger: Ford Focus. Auf dem Papier sieht man dies leider nur and der geringfügig höheren Motorleistung. Im Straßenverkehr hängt er deutlich besser am Gas und erzeugt dabei vor allem eines: Weniger Lärm im Innenraum. Wenigstens bis zu 150km/h. Ab dann meldet sich das Herstellungsbudget, durch die geringere Geräuschdämmung, zu Wort.

An der Verarbeitung und Anmutung im Innenraum kann man nichts wirklich kritisieren. Einzig die Hartplastiggriffe an der Türverkleidung stören optisch ein wenig sind bei einem Basispreis von ca. 15.000€ aber absolut zu verzeihen. Die Sitze sind bequem und geben jedem Menge Seitenhalt. Die Bedienung der Armaturen ist einfach und überischtlich, was nicht heißt, dass eine keine Knöpfe gibt.

Einzig das sehr harte Fahrwerk könnte ein wenig weicher sein. Einmal in fahrt zeigen sich aber auch sein Stärken. Bisher konnte ich kein starkes untersteuern, wie beim Ford, feststellen. Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung ist sehr präzise und direkt. Und die Rundumsicht ist für diese Klasse sehr gut.

Auf Annehmlichkeiten wie Wisch- und Lichtassistenten kann man gut verzichten. Die Beleuchtung schaltet beim ziehen des Zündschlüssels komplett ab und erlaubt es so auf einfache Weise immer mit Licht zu fahren. Besonders praktisch ist es zur Zeit, da ich sowieso immer bei Dämmerung oder Dunkelheit unterwegs bin.

Die Autobahn. Als ich die Hubraumgröße bei der Schlüsselübergabe gelesen hatte war mit plötzlich ganz anders. Der Opel Meriva mit 1.4 Maschine schaffte es gerade mit 90km/h vom Beschleunigungssteifen zu kommen. Der Renault Megane war trotz 1.6 Liter Motor nicht viel schneller. Überraschender Weise kann der KIA hier nicht nur deutlich zügiger auffahren, er schwimmt auch sehr viel leichter im Verkehr mit.

Gut, die Massen der Dieselfahrzeuge sind hier deutlich im Vorteil. Solange es aber flüssig vorwärts geht braucht der kleine Motor sich nicht zu verstecken. Der Tacho zeigt bis knapp 200 an. Es werden wohl eher gute 180 sein, aber trotzdem nicht schlecht für 1,4 Liter.

Der Bordcomputer zeigt dazu passende 8,1l/100km als Durchschnittsverbrauch an. Über die genauigkeit bin ich mir allerdings nicht besonders sicher. Als ich den Wagen übernommen hatte standen dort 11 Liter. Nach einem Reset, beim Start, hat sich der Verbrauch dann kontinuierlich nach unten bewegt. Ich werde die Anzeig mal nach dem nächsten Tanken erneut zurücksetzen. Mal sehen ob es nicht sogar unter 8 Liter geht.

Es scheint als hätte ich den ersten Mietwagen gefunden, der beim Fahren wirklich spass macht. Und es der mit dem bisher günstigsten Fahrzeugspreis. Schon seltsam.



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