Indigo-Fitness-Zurich

Probetraining bei Indigo Fitness

Das richtige Fitness Studio zu finden kann für jemanden wie mich schon eine kleine Herausforderung sein. Ich zum Beispiel mag persönlich keine reinen Gerätehallen. Die sind zwar meist günstig, aber bieten neben dem Equipment kaum Mehrwert für das persönliche Training.

Die günstigen Ketten lohnen sich zwar meist im Preis-Leistungsverhältnis, sind aber auch entsprechend gut besucht. Da ich auch nur dann Zeit haben, wenn alle anderen auch ins Fitness Studio stürmen, bedeutet das warten oder kurzfristig einen anderen Trainingsplan zusammenstellen.

In den meisten anderen Städten könnte ich auf den Holmes Place ausweichen, aber in Zürich ist der nicht minder gut besucht, und je nach Filiale, für mich, schlecht zu erreichen.

Seit September gibt es nun das Indigo Fitness in Zürich. Vom Konzept ist es her eher in der gehobenen Preisklasse anzuordnen. Neben den modernen Technogym Geräten gibt es einen Kursraum, getrennte Saunen und Dampfbäder.

Gegen die Überfüllung soll eine Limitierung der Mitgliederzahl auf 1500 helfen. Der Preis von 1780 Franken im Jahr wird wohl auch dafür sorgen, dass jedes Mitglied in Ruhe trainieren kann.

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Aber Probetrainings sind wie immer gratis, also was hab ich zu verlieren?

Worauf ich bei solchen Gelegenheiten immer achte:

  • Das Gespräch mit den Trainern und dem Service
  • Die Einweisung in die Geräte und Abläufe
  • Den Inhalt der Beratung
  • Das Verkaufsgespräch mit dem potentiellen Neukunden

Die Tainer sind mir sehr wichtig, denn mit diesen werde ich einen Plan aufstellen müssen und über die Richtigen Abläufe im Training reden können, sonst bringt mir der ganze Spass nicht. Bei einigen Clubs hatte ich meist das Gefühl, mir läuft ständig jemand mit dem Vertrag hinterher und das Probetraining endete tatsächlich wie die Probefahrt beim Autohändler mit einem Verkaufsgespräch am Schreibtisch.

Im Indigo lief das alles, zu meiner Freude, etwas anders ab.

Kurz an der Rezeption für meinen Termin angemeldet. Nach einer kleine Einweisung in die kostenlosen Handtücher für Training und Dusche, sowie die bereitgestellten, ebenfalls kostenlosen, Wasserflaschen (gekühlt oder ungekühlt) und das Zahlenschloss für den Schrank, ging es in die Umkleide… sagen wir -Landschaft.

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Bei meinem ersten Besuch zur besichtigung sind mir schon ein paar Dinge aufgefallen. Keine elektronischen Mitgliedsausweise, keine Drehkreuze am Eingang und ein sehr freundlicher Empfang. Keine elektronischen Ausweise heisst auch, keine elektronischen Schlossen an den Umkleideschränken. Ehrlich gesagt finde ich die Lösung mit den Zahlenschlössern sogar sehr praktisch, weil ich absolut nichts mit in den Trainingsraum nehmen muss.

In der Umkleidelandschaft finden sich auch die Toiletten, Duschen, Dampfbad und Sauna sowie eine Relax Lounge. Ich kann jetzt zwar nur für die Herrenumkleide sprechen, aber bei den Damen wird es sehr ähnlich ausgestattet sein.

Wenn wir schon bei dem “nichts mitnehmen” sind. Seifen, Duschgel, Shampoo und Conditioner (von Molton Brown) ist ebenfalls bereits vorhanden.

Nachdem ich mich umgezogen hatte wartete schon meine Trainerin auf mich. Und wie immer bei ersten Besuchen gab es grundlegende Fragen zu meinem Gesundheitszustand und Trainingszielen. Danach ging es zum aufwärmen für 10 Minuten auf einen Vario Crosstrainer. Eine spannende Mischung aus Stepper und Crosstrainer an die ich mich gewöhnen könnte. Im Gegensatz zu den starren Bewegungen eines Crosstrainers kann ich hier die Schritthöhe und -weite einfach über meinen Bewegungsablauf selbtbestimmen.

Nach dem Aufwärmen war mein Trainingsplan fertig und es ging an die Geräte. Jeder Schritt wurde genau erklärt. Das war vor allem gut, da ich diese Modelle noch nicht kannte oder in dieser Form noch nicht benutzt hatte. Vor allem das Kinesis hatte ich bisher nur einmal auf einer Messe gesehen.

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Es war sehr toll, zu sehen, wie viele Geräte ich in der Vergangenheit für Übungen gebracht habe, die sich hier recht einfach mit einem Trainingsgerät abbilden lassen. Vor allem, da die Bewegungsabläufe nicht starr vorgegeben sind, lässt sich mit leichten Variationen gleich noch ein besseres Ergebnis erzielen.

Zum Schluss gab es dann noch ein klassisches Training für die Oberarme und ein kurzes, abschliessendes Gespräch über die Eindrücke und das Training. Kein Wort über einen Vertragsabschluss und das Abonement, ausser, das mein Trainingsplan aufgehoben wird, bis ich wiederkomme.

Das liebe ich: Mit Leistung in Kompetenz überzeugen, statt mit Druck.

Einziger Minuspunkt, für mich, bisher: Meine Anfahrt von knappen 30 Minuten. Für alle, die zentral in der Stadt wohnen/arbeiten, sollte das aber kein Problem darstellen.

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Fotos: Sind aus der Gallerie von Indigo Fitness auf Facebook übernommen und verkleinert worden.

Titelbild: Komposition aus dem Firmenlogo und einem Konzeptfoto von Indigo Fitness.

2 thoughts on “Probetraining bei Indigo Fitness

  1. Du solltest öfter in ein Fitness-Studio gehen:

    Kinesis gibt es bereits seit mind 6 Jahren!!!

    Und sobald das Indigo 1.500 Member hat, wirst Du das mit dem ruhigen Training noch einmal korrigieren ;)

    Aber zumindest liest sich der Artikel gut und fliessend. Und die Fotos sehen auch gut aus.

    1. Was soll ich sagen. Ich kenne das Gerät selbst schon seit gut 5 Jahren, hab es aber noch nie in meinen Fitness Studios gesehen oder benutzen können.

      Danke für den Kommentar :)

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